CD Kritik: Kirchenbrand – Antihumanismus

 

Kirchenbrand – Antihumanismus (Terror Records 2019)

Um die Vorfreude auf „Antihumanismus“ noch zu steigern erschien im Vorfeld die Single „Kein Herz für Menschen“, welche bereits die Erwartungen an das Album „Antihumanismus“ noch steigerte. Und tatsächlich, bereits im Vorverkauf wurden die auf 50 Stück limitierten Einheiten ausverkauft. Da mag man auch noch so über Kirchenbrand schimpfen, die Verkaufszahlen sprechen für sich.

Die wahrlich grausam abgestimmte Gitarre ist nur eines von Christcrushers Markenzeichen und machen seine Musik unverkennbar. Bei seinen Texten spürt man ganz deutlich, Christcrusher singt den Hass nicht, er lebt ihn. Er ist sein eigenes Original, durch und durch. Einflüsse anderer Bands sind nicht vorhanden. Hier wird nichts kopiert oder ist inspiriert, Hass in Perfektion. Wenn man es schafft über die absichtlich wirklich ekelhaft gestimmte Gitarre hinweg zu hören, merkt man Christcrusher spielt die Instrumente nicht, er beherrscht sie.

Bereits bei dem ersten Lied „Kein Herz für Menschen“ steigert sich seine musikalische Leistung noch einmal zum Vorgängeralbum. Christcrusher fackelt nicht lange, sondern schlägt dem Hörer sofort seinen Hass um die Ohren. Ungebremst steigert sich der Hass noch bei dem zweiten Lied „Manifest“. „Missgeburt“ unterscheidet sich sowohl von der Thematik auch musikalisch von den ersten beiden Liedern, dennoch Hass in Reinkultur. Und auch das vierte Lied ist vom Klangbild deutlich von den anderen zu unterscheiden, Der Menschenhass wird zur Parole. „Requiem“ ist nicht nur mein Lieblingslied und das aller geschiedenen Männer. Requiem ist eine Symphonie in Blut, ein musikalisches Schlachtwerk der Meisterklasse, welches unter anderem dazu beiträgt, das dieses Album zu meinen Lieblingsscheiben gehört. Ab hier geht es weiter mit den Lobliedern auf das Massensterben. „Die Welt hat Zähne“, das siebte Lied hat Anders Breivik zum Thema. Oh was wird man sich darüber aufregen. Nun ja, wenn man bis hier hin durchgehalten hat. Das Letzte Lied auf diesem Album „Hassfresser“ bezieht Christcrusher auf sich und seine Situation. Musikalisch ist dieses Lied auch Kirchenbrand durch und durch.

Fazit:
Zusammengefasst kann ich schreiben, dass „Antihumanismus“ ein Meilenstein des Black Metal ist.
100% lupenreine Misanthropie. Alle Lieder haben nicht nur textlich sondern auch musikalisch einen sehr hohen Wiedererkennungswert. Heißt es nicht Black Metal ist nicht für jedermann? Kirchenbrand ist nicht für Jeden. Wie bereits erwähnt, hier wird nichts kopiert. Christchrusher ist sein eigenes Original, durch und durch und genauso hört sich auch seine Musik an. Hasst ihn alle, denn er lebt davon.

Hörprobe: https://www.youtube.com/watch?v=RF5i1pE9SOc

Trackliste:
1 Kein Herz für Menschen
2 Manifest
3 Missgeburt
4 Antihumanismus
5 Requiem
6 Die Welt hat Zähne
7 Anders
8 Hassfresser

Bewertung: 5,5 / 6

Label: http://www.terror-records.com/
Band: https://www.facebook.com/Kirchenbrand/

@Bombinger 2019

 

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